II_gramme\Pent10_Jun2012\Ludes\06_S-APO_MassimoRic
Siehe auch SD-APO D=152 F=1216 Nr. 008 LZOS APM Riccardi-Design
APM ED Apo 150/1200 - Design G.Düring
siehe auch den Report auf Cloudy Night http://www.cloudynights.com/ubbthrea...l/fpart/3/vc/1
Für ca. 2000.- Euro dürfte dieser Zweilinser, ein APM ED Apo, eines der preisgünstigsten Angebote sein, die ein Sternfreund dafür berappen
muß. Das Design hat G. Düring entworfen, gefertigt wurde es in China in einer Qualität, die sich durchaus mit Optiken aus Japan vergleichen
läßt. Sein spektrales Optimum hat diese "Linse" bei ca. 587.6 nm wave (Gelb), wie so viele andere Objektive. Das Sekundäre Spektrum
entspricht dem eines ED APO's. Lediglich das rote Spektrum fällt etwas "nach hinten heraus", was aber für ein dunkeladaptiertes Auge
keine Rolle spielt. Die Farbreinheit nimmt daher bei der Nachtbeobachtung erheblich zu, da wären wir dann bei einer RC_Indexzahl von
ca. 0.5. Diese Einschätzung sollte natürlich in der Praxis überprüft werden.
Das Objektiv hat mittlerweile die wesentlich stabileren Distanz-Plättchen, womit eine exakte und vor allem stabile Zentrierung garantiert ist. Die
seitlichen "Zentrier-Schrauben" dienen eher der Fixierung der beiden Linsen und sollten nicht zur Zentrierung verwendet werden. Etwas Feingefühl
wäre auch bei der Verbindung zum nachfolgenden Tubus zu raten. Brachial-Gewalt verträgt diese Verbindung nicht.
Weil zwischen Blau und Gelb die Farbschnittweiten sehr eng beieinander liegen, erscheinen beim Artificial Sky Test die 3µ großen Sternpunkte grün.
Die Farbsäume beim Sterntest entsprechen denen eines ED-APO's. Die Auflösung bei 550 nm wave (Formel) wird über den Artificial Sky Test in
jedem Fall erreicht.
Die Flächen-Qualität entspricht den Objektiven, wie man sie bei sehr viel teueren Objektiven kennt. Da hat sich in den letzten Jahren viel verbessert.
Die RC_Indexzahl läßt sich digital mit einer 0.001 Meßuhr ermitteln oder über die Umrechnung der "Power". Für gewöhnlich ist die zweite Methode
Objektiv-freundlicher, in diesem Fall ist es umgekehrt. Trotz der Differenz entspricht diese RC_Indexzahl der Situation eines ED Apo's und vor allem
auch der Foucault-Bilder.
Bei der zweiten Methode wird die Power-Abweichung über die Pfeilhöhe in die Schnittweiten-Differenz umgerechnet. Beide Methoden gehen von der
0.707 Zone aus. Dort hat die Optik anteilig die größte Fläche.
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Das Sekundäre Spektrum läßt sich bereits an dieser Übersicht einschätzen. Beim roten Interferogramm kippen die Streifen am Rand am meisten ab.
Daran kann man die längere Schnittweite für dieses Spektrum erkennen. Fokussiert wird jeweils auf die Hauptfarbe Grün = e-Linie = 546.21 nm.
Blau-Grün und Grün liegen gleichauf, Blau kurz dahinter, eben so Gelb. Rot wird nachts mit max. 2% kaum wahrgenommen, weshalb dadurch ein
äußerst farbreiner Eindruck entsteht. Die sysstembedingte Überkorrektur bei Blau ist unverkennbar, Rot ist ganz leicht unterkorrigiert, perfekt hingegen
Gelb mit 587.6 nm wave.
Demzufolge die Auswertung bei Gelb. In eher seltenen Fällen liegt das Optimum bei Blaugrün mit 510 nm wave. Oft findet man das Optimum bei Rot = 656.3 nm wave.
Ohne Auswertung verrät dieses Interferogramm bereits einige Details: Die kissenförmige Verengung des obersten Streifen zum untersten ist ein Koma-Effekt, bei
dem die Koma senkrecht liegt. Daß die Streifen am Rand etwas "hochziehen" hat mit einem kleinen Zonenfehler zu tun. (Unterkorrektur würde anders aussehen.)
Diese Abweichung findet man im Foucault- und Ronchi-Bild wieder. Ein Rest an Astigmatismus ca. PV L/9 läßt sich aus über die ansteigenden Streifenabstände
von unten nach oben herauslesen.
Die Restfehler in der Summe werden beim Auswertprogramm AtmosFringe überdimensioniert dargestellt.
Die Energieverteilung wie im Lehrbuch
Die Kontrast-Übertragungskurve
Die Zernike-Tafel mit der auch die höheren Zernike-Koeffizienten eingesehen werden können
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Und schließlich die differenzierte Fehleranalyse, bei der die Restfehler von Astigmatismus und Koma sehr niedrige Werte einnehmen.
Rest-Astigmatismus ca. PV L/9 und Rest-Koma ca. Pv L/10 während die sphärische Abweichung gegen Null geht.
Nach dieser Beschreibung aus dem Labor fehlen nur noch die Berichte und Fotos aus der Praxis.
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