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LZOS APO 115/805 # 354 - hochwertige Optik
Mit diesen Objektiven kann man nichts falsch machen, auch wenn sie ihren Preis kosten. Selbst über eine angenäherte Poly-Strehl-Berechnung über fünf Spektralfarben macht dieses Objektiv eine gute Figur. Der Gaußfehler ist ziemlich gleichmäßig übers kurze und lange Spektrum verteilt und bei der Hauptfarbe Grün ist dieses Objektiv einfach nur perfekt. Die Farbreinheit rangiert über die RC-Indexzahl im oberen Drittel, wofür manche "Super-APO" certifizieren. Man sieht es gleichermaßen am Stern- und Foucault-Test. Das Objektiv ohne Taukappe mit den opt. Daten ![]() An der geringen Ausprägung des Farbsaums - weißbläulich intrafokal und orange-braun extrafokal - läßt sich die Farbreinheit gut einschätzen. Im Fokus bedeutet der feine Rotsaum, daß die Spektralfarbe Rot um ca. 20 Mikron kürzer fällt als die übrigen Farben. Der Schlieren-Effekt könnte auch auf Wischspuren bei einer Reinigung zurückzuführen sein, die man im Lyot-Test besonders gut sieht. ![]() Ein Qualitäts-Merkmal in mehrerer Hinsicht stellt der artificial Sky Test unter hoher Vergrößerung dar und die Abbildung der mittleren Dreiergruppe. Über diese Abbildung kann man sogar Restfehler wie Zentrierkoma und Astigmatismus gut erkennen. Rechts unten eingeblendet die PSF-Energie-Verteilung, die aus einem Interferogramm ermittelt wird. Die Auflösung kann man auch über den Inv Tan und dem mittleren Doppelsternabstand näherungsweise berechnen unter der Annahme, daß die Optik einen Abstand von 5 Mikron noch trennen würde. ![]() Diese Objektive liegen hinsichtlich der Brennweite in einem Bereich, der sich für die Feldfotografie gut eignet mit dem Vorteil, daß man Sternpünktchen ohne störende Farbsäume erhält. Dieser Sachverhalt kann über einen künstlichen Sternhimmel mit 20 mm Felddurchmesser dargestellt werden. Die feinen Sternpünktchen lassen erwarten, daß am Himmel die Auflösung mindestens die gleiche Qualität aufweist, da die folgende Aufnahme mit doppelter Genauigkeit entstanden ist. ![]() Die vorher schon erwähnten "Schlieren" stören die optische Qualität in keiner Weise, aber sie sind nachweisbar. ![]() Über farbige Ronchibilder, 13 lp/mm intrafokal erstellt, läßt sich der farbabhängige Öffnungsfehler auch in der Verteilung über die Spektralfarben gut darstellen. ![]() Dazu im Vergleich der Farblängsfehler und der Index-Wert für Restchromasie, der nur auf dem Farblängsfehler basiert. Wer den Gaußfehler mit einbinden will, halte sich an die unterste Übersicht. Dar rote Spektrum hat eine um 20 Mikron kürzere Schnittweite, während Blau mit nur 5 Mikron hinter den restlichen Farben liegt. ![]() Bei dieser Übersicht wurde der Fokus auf die Hauptfarbe Grün "eingefroren". Durch das Abkippen der roten Streifen nach oben läßt sich die kürzere Schnittweite ermitteln mit 19 Mikron Differenz und damit fast identisch mit dem Meßergebnis. Lediglich die drei anderen Farben haben eine leichte Differenz, was sich aber auf die RC-Indexzahl nur unmerklich auswirkt. Bezogen auf die Fokus-Lage Grün setzen sich die Strehlwerte mit weißer Schrift zusammen aus der Power für Farblängsfehler und dem Spherical für den Gaußfehler. Astigmatismus und Coma sind als Fertigungsfehler abgezogen. ![]() Die Darstellung über die fünf bei Optik-Designern standardisierten Spektralfarben zeigt auf andere Art die hohe Qualität dieses Triplets. Wer meine Übersicht der spektralen Strehlwerte vergleicht mit den Werten aus der Tabelle weiter unten, wird eine gute Übereinstimmung feststellen können, auch wenn es sich um ein Objektiv mit 80/600 handelt. ![]() Siehe auch hier: TMB-APO technische Spezifikationen Diagramme and Tests 80mm F/600
Wave front and Strehl Ratios
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Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr ICQ-Nr.200281996 SkypeName: codiac_75 Neu: Zygo-Vermessung http://rohr.aiax.de email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136
Geändert von Rohr (02.04.2010 um 07:33 Uhr) |
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