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Kleine Interferogramm-Typologie
Aus Interferogrammen kann man einige der optischen Fehler einer Optik "herauslesen". Mit jedem guten Optical Design Program lassen sich derartige Streifenbilder simulieren. In meinem Fall ist es ZEMAX. mit dem man die Standard-Fälle darstellen kann. Mit den Streifenbildern hat man zu tun, wenn man täglich mit einem Interferometer ar- beitet - in meinem Fall ist es der Bath-Interferometer mit einem Interferogramm bei 532 nm (grüne Laserdiode in Autokollimation erstellt) Bei hochwertigen Industrie-Spiegel kann man dann derartige Übersichten erstellen: Nahezu alle Spiegel dieser Übersicht kann man als perfekte Parabol-Spiegel bezeich- nen, zumal alle Bilder bei 532 nm erstellt worden sind und nicht bei der längeren 632.8 nm HeNe Wellenlänge. Der Bath-Interferometer wurde in der SuW-Ausgabe 6/73 vorgestellt und von mir über viele Jahre weiterentwickelt und optimiert. Damit lassen sich für Astro-Optiken ab einer Öffnung von F/4 sehr zuverlässige quantitative Messungen durchführen. Entwickelt wurde dieser I_Meter zunächst als Weißlicht-Interferometer, sodaß im gesamten Spektrum mit entsprechenden Interferenz-Filtern eine Optik untersucht werden kann. Der Aufbau ist höchst einfach: Ein paralleles Laser-Lichtbündel wird im Teilerwürfel in zwei Teil-Bündel zerlegt. Bündel (1) geht durch eine Bikonvex Linse und wird zum Licht-Kegel der anschließend die gesamte Optik ausleuchtet. Bündel (2), das spätere Referenz-Bündel, passiert das gesamte System weitest- gehend unbeeinflußt und bildet erst auf dem Rückweg durch die Bikonve-Linse hin- durch die Vergleichswelle, die auf dem Rückweg mit Bündel (1) wieder zusammen gesetzt wird. Eine genaue Anleitung findet sich auf meiner Homepage. Auf der SuW-Titelseite zeigen die ersten vier Bilder die sogenannte sphärische Aberration (Bild 1-4), die zweite Reihe Formen von Astigmatismus (Bild 5-8) Bild (9 und 10) Formen der Koma und die weiteren Bilder Mischformen zwischen Koma und Astigmatismus, jedoch in sehr starker Form, die ganz selten vorkommen. Eine genauere Typologisierung findet man auf den nachfolgenden Tafeln: Eine genauere Typologisierung findet man auf den nachfolgenden Tafeln: Wie sieht die Unterkorrektur im Interferogramm aus? Überkorrektur entsprechend umgekehrt. Bei Newton-Spiegeln interessiert besonders, wie exakt die Parabel ausgeführt worden ist, entweder exakt bei 100% oder leicht unter- bzw. überkorrigiert. Selbst bei Pyrex-Spiegel empfiehlt eine leichte ca. L/5 PV wave Unterkorrektur, weil bereits eine Temperatur-Differenz von 1-3 Grad Celsius zwischen Vorder- und Rückseite eines Spiegels einen unterkorrigierten Spiegel in die Überkorrektur "ziehen" kann. Einschlägige Versuche habe ich veröffentlicht. Weitere Informationen findet man sowohl in damaligen SuW Ausgabe und auch auf der homepage von Raphael Bugiel. Koma-Interferogramme von Alois Ortner erstellt: Alois Ortner hat den beim Newton im Feld auftretenden Koma-Effekt dargestellt: Links die Koma bei der Abbildung seines Lichtspaltes, rechts das dazu passende Interferogramm. Bei der Messung wird die Koma entweder herausgerechnet oder herausjustiert.
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Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr ICQ-Nr.200281996 SkypeName: codiac_75 Neu: Zygo-Vermessung http://rohr.aiax.de email: wolfgang.rohr@t-online.de Tel: 09521 5136
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