Astro-Foren.de - Die unabhängige Community  

Zurück   Astro-Foren.de - Die unabhängige Community > OPTIK + (Verzeichnis optischer Berichte) > Tests von Optiken

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 10.06.2004, 21:51   #1
Rohr
Adviser
 
Benutzerbild von Rohr
 
Registriert seit: 23.01.2004
Ort: D-97 437 Haßfurt, Altvaterstr. 7 Tel: 09521 5136
Alter: 65
Beiträge: 3.833
Rohr befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Manchen ist überhaupt nicht klar, was ein Interferogramm mißt. Sie unternehmen
alle Anstrengungen, die Wertlosigkeit von Interferogrammen in immer neuen
Anläufen nachzuweisen. Mit einem Interferogramm kann man quantitativ sehr
genau den Öffnungsfehler einer Optik in PV, RMS und Strehl vermessen.
Damit ist nichts ausgesagt über den Kontrast eines opt. Systems, nichts über
den Gaußfehler, nichts über Koma und Astigmatismus, nichts über die Trans-
mission, gar nichts über das opt. System selbst!


Es gibt nun Spiegelschleifer, die sich mit diesem entlarvenden Meßverfahren
absolut nicht anfreunden können. Was liegt also näher, die Interferometrie ins
schiefe Licht zu rücken und das eigene Meßverfahren als das Beste erschei-
nen zu lassen.


http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=10924

Bei dem hier intendierten Thread ist hohe Präzision wichtig,
wenn man zu richtigen Aussagen kommen will. Wenn man diesen Test mit
FringeXP durchführt, dann testet man nicht die Rechengenauigkeit von FringeXP,
sondern seine eigene Fähigkeit, sowohl Krümmungsradius wie opt. wirksamen
Durchmesser richtig messen zu können und natürlich störungsfreie, kontrast-
reiche Interferogramme erstellen zu können.


Man kann mit einem ZYGO aus dem Krümmungsmittelpunkt eine Parabel
den Strehl mit einer Genauigkeit von ca. 1%-Punkt Strehl ermitteln. Voraus-
setzung allerdings ist, daß der Krümmungs-Radius mindestens mit einer Ge-
nauigkeit von 1 mm bekannt ist, und der Durchmesser der opt. wirksamen
Flächen mit mindestens 0.5 mm. Weiterhin sind kontrast-reiche Interfero-
gramme ebenso wichtig, u.a. frei von Luftschlieren und Schwingungen.
Auch die Lage der Streifen ist nicht unbedeutend.

Diesen Vergleichs-Test habe ich bei 21 Newtonspiegel (250/1250) in
doppelter Ausführung gemacht: Also die Gegenüberstellung jeweil eines
Streifenbildes aus dem Krümmungsmittelpunkt mit einfacher Genauigkeit
mit dem Streifenbild in Autokollimation bei doppelter Genauigkeit.
Die FringeXP-Auswertung im Krümmungsmittelpunkt (CoC) funktioniert
nur, wenn man die oben beschriebene Genauigkeit einhält.

Wenn also niedrigere Strehl-Werte ermittelt werden im Vergleich zu
Autokollimations-Messungen ,dann liegt das an der Ungenauigkeit der
Radius-/Durchmesser-Werte und an der mangelnden Qualität der Streifen-
Bilder, die den tatsächlichen Strehlwert bis zu 10% und mehr drücken können.
Um sicher zu gehen ist also die Gegenprobe über eine Autokllimations-
Messung oder Kompensations-Messung unbedingt notwendig.

Die Strehl-Ermittlung aus dem Krümmungsmittelpunkt einer Parabel
setzt also eine hohe Präzision voraus, besonder auch, weil man bei
dieser Anordnung nur mit einfacher Genauigkeit mißt.
__________________
Herzlichen Gruß! Wolfgang Rohr
ICQ-Nr.200281996 SkypeName: codiac_75
Neu: Zygo-Vermessung
http://rohr.aiax.de
email: wolfgang.rohr@t-online.de
Tel: 09521 5136


Rohr is offline   Mit Zitat antworten
Antwort


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist an.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 03:42 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2010, Jelsoft Enterprises Ltd.